Einweihung GWW
Das Casino strahlt im Hellorange der modernen Sitzmöbel. Der freie Blick durch die große Fensterfront über die Wiesen des Stammheimer Feldes wird nur durch den anhaltenden Regen getrübt.

Die Einweihungsfeier im Sozialgebäude mit Produktions- und Lagerhalle der Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten findet heute, nach nur 10monatiger Bauzeit, statt.

Andrea Stratmann, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Wohnstätten und Werkstätten begrüßt zunächst den großen Kreis der anwesenden Gäste aus Politik und Gesellschaft sowie Architekten und Geschäftspartner und sprach allen am Bau Beteiligten, allen voran Architekt Willi Burk und seinem Team, ein großes Lob aus.

Die nachfolgenden Redner, Landrat Riegger, Oberbürgermeister Eggert, Staatssekretär Fuchtel und Referatsleiter des KVJS, Michael Heck, sparen nicht mit anerkennenden Worten und betonen die Bedeutung der GWW für Menschen mit Behinderung im Hinblick auf das Thema Inklusion: Das Eingliedern dieser Menschen in die Arbeitswelt und Arbeit als Grundbedürfnis der Menschen. Dass sich die GWW mit diesem Neubau zum ländlichen Standort bekennt und die Arbeitsplätze hier erhält, wird von allen Anwesenden geschätzt.

Architekt Willi Burk gibt einen Überblick über die baulichen Merkmale des Gebäudes – modern, aber nicht modisch sei es geworden - und weist auf die verschiedenen Energieeinsparpotentiale hin: Die Nutzung des Grauwassers für WC und Bewässerung, Solarthermieanlage zur Unterstützung der Warmwasserversorgung und die hohe Wärmedämmung der Fassaden und Dachbauteile, um nur einige zu nennen.

Eine Torte mit einem Foto des Neubaus aus Marzipan, keinen Schlüssel, überreicht Architekt und Geschäftsführer Willi Burk symbolisch an Andrea Stratmann und übermittelt die besten Wünsche für die Zukunft sowie viel Erfolg bei der Bewältigung der sozialen Verpflichtungen. Gemeinsam wird die Torte sogleich angeschnitten und verteilt.

Über die Umsetzung und Nutzung des Gebäudes können sich alle Anwesenden im Anschluss bei einem Rundgang durch die Produktion selbst überzeugen. Sie erleben eine Atmosphäre, in der Arbeiten Spaß macht. Dies ist dem Personal förmlich anzusehen.


Treffend beschreibt dann auch eine Geschichte von Eckhardt von Hirschhausen, vorgetragen von Werkstatträtin Sabine Holzmann die Situation aller, nicht nur der Menschen mit Behinderung (hier ein Auszug):

Wir alle haben unsere Stärken, haben unsere Schwächen. Viele strengen sich ewig an, Macken auszubügeln. Verbessert man seine Schwächen, wird man maximal mittelmäßig. Stärkt man seine Stärken, wird man einzigartig. Und wer nicht so ist, wie die anderen sei getrost: Andere gibt es schon genug!

Projektbeschreibung:
Sozialgebäude GWW